Pro Generika e. V.
2026
Biosimilars sind Nachfolgepräparate biologischer Arzneimittel, die nach Ablauf des Patentschutzes auf den Markt kommen können und Wettbewerb auslösen. Im Auftrag von Pro Generika untersuchte Prognos, welche Auswirkungen der Biosimilarwettbewerb bis 2035 auf die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben könnte. Drei Szenarien bilden dafür unterschiedliche Entwicklungen des Wettbewerbs ab.
Auslaufende Patente vergrößern den Markt, in dem grundsätzlich Biosimilarwettbewerb entstehen kann. Daraus folgen jedoch nicht automatisch Einsparungen. Die Szenarien berücksichtigen deshalb neben der Größe des biosimilarfähigen Marktes auch, ob Biosimilars verfügbar sind, welchen Marktanteil sie erreichen, welche Preiseffekte entstehen und wie lange sich ihr Markteintritt nach dem Patentablauf verzögert.
Die Studie thematisiert zudem das Verhältnis zwischen kurzfristigen Preisnachlässen und dem längerfristigen Verbleib mehrerer Anbieter im Markt sowie mögliche Zusammenhänge mit Angebotsstabilität und Versorgungssicherheit.
Die Untersuchung besteht aus zwei Schritten. Zunächst hat Prognos die GKV-Arzneimittelausgaben, die Biologika-Ausgaben und den biosimilarfähigen Markt bis 2035 projiziert. Diese Ausgangsprojektion bildet den Referenzrahmen für die Szenarioanalyse.
Darauf aufbauend wurden drei Szenarien für den künftigen Biosimilarwettbewerb berechnet. Vier Parameter unterscheiden die Szenarien:
Die Ergebnisse zeigen szenariobasierte Spannweiten. Sie sind keine punktgenauen Prognosen für einzelne Wirkstoffe, Patentabläufe oder Marktanteile. Ihre Höhe hängt von den jeweiligen Szenarioannahmen ab.
Zur Studie (PDF)
Weitere Informationen auf der Webseite von Pro Biosimilars
Projektteam: Jakob Ambros, Markus Hoch, Kamronbek Turgunov, Frederick Vierhub-Lorenz
Stand: 15.10.2026
Senior Projektleiter
Projektleiter
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