Deutschlands Sozialstaat am Kipppunkt

Auftraggeber

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH

Jahr

2026

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In Deutschland werden Einkommen aus Arbeit mit 49,3 Prozent Abgaben belastet – im OECD-Vergleich Platz zwei. Zugleich zählt das Land zu den am stärksten gealterten Volkswirtschaften. Der Sozialstaat steht daher vor einem tiefgreifenden Wandel. Eine alternde Bevölkerung, steigende Ausgaben und strukturelle Ungleichgewichte setzen die zentralen Sicherungssysteme unter wachsenden Anpassungsdruck.  

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat uns beauftragt, den Status quo und die zentralen Entwicklungslinien der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland aufzuzeigen: Nicht kurzfristige Schwankungen, sondern langfristige Trends bestimmen die Entwicklung. Vor allem der demografische Wandel und institutionelle Rahmenbedingungen belasten die bestehenden Systeme zunehmend.  

Zentrale Entwicklungen in Rente, Gesundheit und Pflege

Demografischer Wandel als zentraler Treiber

Der Altenquotient wird bis 2037 deutlich steigen. Das Verhältnis von Beitragszahlenden zu Leistungsempfangenden verschiebt sich spürbar, wodurch Finanzierungsfragen an Gewicht gewinnen.  

Rente: Druck durch fehlende Kapitaldeckung  

Trotz stabiler Kennzahlen im Umlagesystem zeigt sich eine Schwäche in der ergänzenden Altersvorsorge. Das Altersvorsorgevermögen liegt deutlich unter dem OECD-Durchschnitt.  

Gesundheitssystem: Hohe Leistungsfähigkeit, aber Effizienzdefizite

Deutschland bietet eine sehr gute Zugänglichkeit und hohe Ausgaben, erreicht jedoch bei zentralen Gesundheitsindikatoren nur durchschnittliche Ergebnisse.  

Pflege: Wachsende Belastung  

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt stark. Gleichzeitig nehmen Eigenanteile und der Finanzierungsdruck zu, während strukturelle Engpässe beim Personal bestehen.  

Unsere Vorgehensweise

Das Paper beleuchtet die drei zentralen Säulen der sozialen Sicherung – Rente, Gesundheit und Pflege – anhand von drei Leitfragen:  

  1. Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?  
  2. Wie haben sich zentrale Kennzahlen im Zeitverlauf entwickelt?  
  3. Welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten?  

In kompakten Factsheets zeigen wir, wo Deutschland heute steht und wie sich zentrale Kennzahlen entwickelt haben. Zusätzlich betrachteten wir internationale Reformansätze, um mögliche Entwicklungspfade aufzuzeigen.

Das Paper stützt sich ausschließlich auf veröffentlichte Daten und Studien. Wir haben bestehende nationale und internationale Quellen systematisch ausgewertet und zusammengeführt. Eigene Modellrechnungen oder Primärerhebungen wurden nicht durchgeführt.  

Links und Downloads

Zum Papier (PDF)

Weitere Informationen auf der Webseite der INSM

Projektteam: Dr. Oliver Ehrentraut, Dr. Stefan Moog, Til Ulbrich, Frederick Vierhub-Lorenz

Stand: 11.06.2026

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Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Stefan Moog

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