Resilienz der Erdgasversorgung

Auftraggeber

Deutsche Energie-Agentur (dena)

Jahr

2024

Partner

Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI), PwC

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Wie resilient ist die Erdgasversorgung in Deutschland?

Ein Konsortium aus der Deutschen Energieagentur (dena), dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI), PwC und Prognos erstellte eine Studie, um dies zu überprüfen. Prognos übernahm dabei die wissenschaftliche Qualitätskontrolle.

Erdgasversorgung und -infrastruktur im Krisenfall

Das sind die Ergebnisse:

  • Das deutsche und europäische Gasversorgungssystem verfügt über eine hohe Resilienz.
  • Auswirkungen von Krisen ziehen vor allem kurzfristige Folgen nach sich, die allerdings erheblich sein können.
  • Die Gasmärkte sind auch bei schwerwiegenden und anhaltenden Störungen in der Lage, innerhalb relativ kurzer Zeit deutliche Korrekturen vorzunehmen.
  • Die LNG-Regasifizierungskapazitäten in Nordwesteuropa werden bei Ausfällen von pipelinegebundenen Importen hoch ausgelastet und leisten einen wichtigen Beitrag zur Krisenabmilderung.
  • In keinem der untersuchten Szenarien gibt es einen Anreiz, die bestehenden, final entschiedenen und bereits im Bau befindlichen Regasifizierungskapazitäten in Nordwesteuropa durch zusätzliche Investitionen zu erweitern.
  • Wenn den Marktakteuren relevante Informationen zur Verfügung stehen, können auch krisenhafte Störungen im Rahmen von marktwirtschaftlichen Anpassungsprozessen effektiv gelöst und abgeschwächt werden.

Unsere Vorgehensweise

Ziel der Studie war es, zu untersuchen, in welchem Maße die bestehende, sich im Aufbau befindliche und geplante Gasimportinfrastruktur die Resilienz nach der n-1-Regel gewährleistet. Das Projektteam begleitete die Studie, in der mögliche Auswirkungen von – auch unwahrscheinlichen – Lieferunterbrechungen aus einem wichtigen Herkunftsland oder von längeren Unterbrechungen einer wichtigen Importroute analysiert werden. 

Dabei wurden folgende Parameter betrachtet:

  • Preiseffekte
  • Lastflüsse und grenzüberschreitende Auswirkungen auf den europäischen Gasmarkt
  • die Fähigkeit des Gasnetzes und der Gasspeicher, Nachfragespitzen zu bewältigen

Prognos übernahm in diesem Projekt die Qualitätssicherung, das Review und unterstützte die Berichterstellung. Die Modellierung der Szenarien erfolgte durch das EWI, PwC managte das Projekt.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Projektteam: Jens Hobohm, Saskia Lengning, Ravi Srikandam

Stand: 30.01.2025

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